Eine bunte Veranschaulichung der Einschaltstromproblematik, die beim Einstecken von LED-Modulen trotz korrekt kalkuliertem Strombedarf auftreten kann.

Eigentlich haben Sie den Stromverbrauch ihrer LED-Module korrekt kalkuliert, doch trotzdem fliegt beim Einschaltversuch sofort der Sicherungs-Automat heraus? In diesem Beitrag erklären wir Ihnen, wie sich der Strombedarf unserer LED-Module gestaltet und aus welchem Grund die Sicherung trotz passender Rechnung ausgelöst wird.

Berechnung des Strombedarfs

Gehen wir von einer maximalen Anzahl von 10 LED-Modulen aus, die Sie mit Strom versorgen wollen. Da 2 Module einer Größe von 1m² entsprechen, wollen wir für dieses Beispiel den maximalen Stromverbrauch für 5 m² unserer LED-Module wissen. Für 1 m² kann man mit einem maximalen Stromverbrauch von ca. 700 Watt rechnen. Ein theoretischer Wert, zu dem es nur dann kommt, wenn ein reines Weiß auf höchster Helligkeitsstufe auf die Wand ausgespielt wird. Pro m² kommt es in der Realität zu einem Verbrauch von ca. 120 bis 160 Watt. Wir gehen bei einer 5 m² großen LED-Wand dennoch von einem maximalen Strombedarf in Höhe von 5 m² * 700 Watt = 3.500 Watt aus.

Passt das mit dem Wert zusammen, den eine 16A Sicherung aushält?

In der Regel sind die Gerätestromkreise mit einem 16-Ampere-Sicherungsautomaten abgesichert. Bei 16 Ampere und der aus der Steckdose kommenden Spannung von 230 Volt ergibt sich eine maximale Leistung von 16 A * 230 V = 3680 Watt. Verglichen mit dem maximal benötigten Strombedarf für 10 LED-Module in Höhe von 3.500 Watt, sollte die Sicherung also eigentlich nicht rausfliegen. Vor allem da diese 700 Watt pro m² meistens gar nicht erreicht werden und sich der Puffer zur maximalen Auslastung dadurch weiter vergrößert.

Doch trotzdem geschieht dies gerne immer wieder.

Eine Veranschaulichung eines zu hohen Einschaltstroms der in der ersten Halbwelle beim Einstecken des Stroms aufkommen kann.

Ein zu hoher Einschaltstrom

Wie kommt es also zu dieser Überlastung der eigenen Leitung? Das liegt daran, dass der Einschaltstrom bei der Verwendung von Schaltnetzteilen höher ist als der Nennstrom des Netzteils im laufenden Betrieb. Die für den Betrieb der Netzteile nötige Aufladung der Eingangskondensatoren verursacht einen kurzzeitig sehr hohen Einschaltstrom, die unsere Leitung überlastet. Ein Zeitraum von Millisekunden sorgt beim Einschalten also dafür, dass die Sicherung trotz korrekt kalkuliertem Strombedarf rausspringt. War das Schaltnetzteil länger nicht mehr in Betrieb, können Sie also mit einer zeitweiligen Spitzenspannung rechnen, die den eigentlichen Strombedarf übersteigt.

An dieser Stelle empfiehlt sich die Verwendung einer 16A Sicherung mit der Auslösecharakteristik C/D. Diese sind auf einen überhöhten Einschaltstrom eingestellt und halten in den ersten Millisekunden ein Vielfaches an Spannung aus. Bei einem Typ C reden wir vom 10-fachen bei <0,1 Sekunden und das 5-fache bei 0,1 bis 15 s, die eine 16A Sicherung aushält. Bei der D sprechen wir sogar von dem jeweils doppelten Wert. Mit der richtigen Ausstattung lässt sich die Einschaltstromproblematik somit langfristig bewältigen.

Wir danken Production Partner für ihren informativen Text zum Thema “Einschaltstrom bändigen“. Schauen Sie dort für weitere Information vorbei!

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