Ein Laptop per HDMI direkt an die LED-Wand anschließen und schon läuft das Bild? Ganz so einfach ist es leider nicht. Damit auf einer LED-Wand wirklich ein Bild erscheint, braucht es ein paar Zwischenschritte. Denn die Module verstehen kein klassisches HDMI-Signal. Stattdessen läuft das Ganze über eine abgestimmte Signalkette. Werfen wir einen Blick hinter die Kulissen.
Quelle
Am Anfang steht immer die Bildquelle. Das kann ein Laptop, ein Zuspieler, eine Kamera oder auch ein Mediaserver sein. Die Quelle liefert den Bildinhalt – egal ob Präsentation, Video oder Livebild. Sie bestimmt die Bildsprache und damit, was am Ende auf der LED-Wand zu sehen ist. Das Signal wird per Kabel an den Controller weitergegeben. Dieser nimmt den Inhalt entgegen und bereitet ihn für die LED-Wand auf.
Typische Anschlüsse sind:
- HDMI: weit verbreitet, unterstützt hohe Auflösungen, ideal für Laptops oder Mediaplayer.
- DisplayPort (DP): ähnlich wie HDMI, aber oft mit höheren Bildwiederholraten- und auflösungen.
- SDI: Standard im Broadcast-Bereich, für lange Kabelstrecken und professionelle Anwendungen.
- Glasfaser: für sehr große Distanzen mit hoher Signalqualität.
Controller
Der Controller fungiert als Übersetzer. Er wandelt das eingehende Signal in ein netzwerkbasiertes Protokoll (z. B. das NovaStar-Protokoll) um, das von den Empfängerkarten der LED-Module verstanden wird. Dieses Signal enthält detaillierte Informationen, die für die Darstellung auf den LED-Modulen notwendig sind.
Doch moderne Controller können noch mehr als nur übersetzen. Sie bieten Möglichkeiten zur Bildsignalbearbeitung, zum Beispiel:
- Skalieren von Inhalten
- Zuschneiden von Bildausschnitten
- Wichtige Steuersignale für die Empfängerkarte, wie:
- Helligkeit
- Farbraum
- thermische Kompensation
- Bildwiederholrate
- Korrekturen für unterschiedliche LED-Module oder Layouts
Damit wird sichergestellt, dass das Bild optimal auf die jeweilige Wand abgestimmt ist.
Empfängerkarte
Die Empfängerkarte sitzt in den LED-Modulen und ist die Schnittstelle zwischen Controller und LED-Kachel. Sie verarbeitet das Netzwerksignal des Controllers und setzt es in modulbezogene Steuerbefehle um. Dazu gehören:
- Welcher Bildabschnitt soll dargestellt werden?
- In welcher Helligkeit sollen die LEDs leuchten?
- Welche Farben bzw. welcher Farbraum soll genutzt werden?
- Müssen Kalibrierungen oder Korrekturen berücksichtigt werden?
Kurz gesagt: Die Empfängerkarte macht aus dem Signal einen präzisen Bildausschnitt, der auf der LED-Wand erscheint.
Kachel
Die LED-Kachel ist die eigentliche Anzeigeeinheit. Sie besteht aus vielen einzelnen LEDs, die in Pixelgruppen angeordnet sind. Jede Kachel stellt einen kleinen Ausschnitt des Gesamtbildes dar. Zusammengesetzt mit vielen weiteren Kacheln entsteht die gesamte LED-Wand.
Die Kachel selbst interpretiert keine Bildsignale, sondern setzt ausschließlich die Steuerbefehle der Empfängerkarte um.
Fazit
Die Ansteuerung einer LED-Wand ist ein klar strukturierter Prozess: Die Quelle liefert den Inhalt, der Controller übersetzt, die Empfängerkarte verteilt und die Kacheln bringen es schließlich zum Leuchten. Jede Ebene übernimmt dabei eine spezifische Funktion in der Signalverarbeitung. So entsteht aus einem einfachen Videosignal ein großflächiges, brillantes Bild – sei es bei Konzerten, auf Messen oder im TV-Studio.
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